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9. Weihnachts-Eröffnungs-Treffen

Es ist eine schöne Tradition geworden jedes Jahr – 2019 zum 9. Mal – zusammen mit Dirk Kruse, als «Anblick Feier», sich der besonderen Geistnähe von Weihnachten und den heiligen Nächten anzugleichen. „Angleichen“ ist hier ganz bewusst gewählt, denn die seelische Beobachtung in der Natur, hier im Besonderen der Stimmungen in der Atmosphäre an den drei Tagen des Seminars im Zugehen auf Weihnachten, ist letztlich ein Prozess von der äusseren Wahrnehmen (wie ist es sinnlich), zu einem Hineinschlüpfen ins Qualitative, zu einem seelisches Verdichten und Intensivieren dieser Gefühle, bzw. von dem subtilen, was sonst nur durch die Seele huscht, bis hin zu einem „Sein-Zustand“. Ich muss mich etwa der Stimmung, dem kristallin-klaren und zugleich liebevoll-warmen etwa von Weihnachten so anpassen, so angleichen, es versuche ganz zu sein, um in die Wesensberührung von dem, was immer so ist und uns immer zur Verfügung steht, aber zu Weihnachten uns so nahe umgibt, das es förmlich berührbar ist, zu gelangen. In der Gruppe- es ist eine Gemeinschaft, die teils jedes Jahr kommt (aber neue sind stehst willkommen), macht das übe Spass und intensiviert sich, sodass Wahrnehmungen sich einstellen die man alleine so nicht ernst genommen hätte. Eine Inspirationswanderung zum Empfang der Impulse für 2020 wird – wie jedes Jahr – auch wieder Teil des «Festes» werden.

Zum Auftakt des Seminars wird Renatus Derbidge einen Vortrag halten über Weihnachten als Element der Westlichen Mysterien. Im Zusammenhang mit den Summer Schools auf Iona, welche Dirk Kruse und Renatus Derbidge (mit anderen) vergangen Sommer zum 4. Mal veranstalteten, ist immer klarer geworden, dass der Wahrnehmungs-Strom innerhalb der Anthroposophie und der anthroposophischen Bewegung mit den Westlichen Mysterien zusammenhängt. Das soll im Vortrag beleuchtet werden

Ein Flyer vermittelt die Details zum Wochenende: Weihnachtseröffnungstreffen_2019

Waarom zingen vogels?

Das Buch „Warum singen Vögel?“ ist nun auch in einer eigenen Ausgabe in Niederländisch erschienen. Wolter Bos hat das Buch auf die niederländischen Verhältnisse angegelichen. Zusammen mit den Zeichnungen von Barbara Hanneder und Chris van der Most sowie dem liebevollen Layout von MaupArt ist ein wunderschönes, eigenständiges Buch entstanden. – Hans-Christian Zehnter: Waarom zingen vogels? Übertragen und bearbeitet durch Wolter Bos. Pentagon Uitgeverij, ISBN: 978-94-92462-39-8.

Licht schenkt uns das Schauen

In der neuesten Ausgabe von dieDrei (Heft7–8/2019) finden sich gleich drei Beiträge vom Anblick-Team. Iris Hennigfeld bringt einen differenzierten Bericht über die Licht-Seelen-Atem-Tagung in Stuttgart, Renatus Derbidge schreibt über die Dreigliederung der afrikanischen Landschaft und Hans-Christian Zehnter klärt über die Situation des Licht-Sehens auf.

Freiheit und Liebe

Die Begabung zu Freiheit und Liebe kennzeichnen den Menschen. Beim Suchen nach dem  Unterschied von Tier und Mensch wird stattdessen das Kriterium „Intelligenz“ herangezogen. Lesen Sie hier einen Artikel von Hans-Christian Zehnter in «Das Goetheanum».

Beatus im Thunersee

Eine Gruppe von insgesamt 24 Menschen ist für ein langes Wochenende auf den Spuren des keltischen Christentums an, um und über dem Thunersee unterwegs gewesen. Eine Forschungsfrage war z.B.: War Beatus (der Apostel der Schweizer) ein Iro-Schotte? Jakob Streit beschreibt ihn als solchen in seinen Heiligenlegenden. Die Historiker kennen zwei Beatus – einen, aus einer Chronik bezeugter, der wohl schon 112 nach Christus gestorben sein soll, also eher ein Urchrist; der andere, Abt Beatus von Honau. Honau war ein überregionales Iro-Schotten Kloster/Zentrum am Rhein nahe Strasburg. Von hier aus missionierten unzählige Mönche (Druiden-Mönche) Richtung Westen im 6. und 7. Jahrhundert.

Wie dem auch sei, wir erlebten an der Ermitage des Beatus (am Eingang zur Beatushöhle) eine starke Präsenz, wie wir sie ähnlich, nah verwandt, von vielen Iro-Schotten Orten her kennen: Iona, Luxeuil, Bobbio u.va.m. Eine warme, liebevolle, befriedend-friedliche Stimmung der Herzensfrömmigkeit, angeschlossen an hohe Geistigkeit und Naturliebe. So auch etwa auf der, der Beatushöhle gegenüber liegenden Seeseite, in Faulensee. Dort soll eine Kolumban-Kapelle gestanden haben. Der Ort ließ sich identifizieren. Von hier aus erlebten einige Teilnehmende eine Liebes-Kraft, einen Christusblick der von dort aus in die ganze Schweiz ausstrahlt. Die Legende sagt von Beatus, er habe einen Drachen aus der Höhle vertrieben, der sich in den See gestürzt habe. Wir empfanden in diesem Bild viel Stimmiges, aber deuteten es so: Beatus, als Keltischer Christ, hat mit seinem  liebevollen Blick die noch nicht durchchristete Natur (auch das wilde in der Seele) durchliebt und dadurch verwandelt und ergoss sich mit seinem Wesen über den Thunersee – verband sich und seine Weltanschauung mit ihm, sodass heute noch dieser schöne Glanz, das „Gold“, der Schatz des Drachens, der laut Legende im See liegen soll, ausstrahlt, weit über den See hinaus.

Wir besuchten auch einige der zwölf „1000-jährigen Kirchen“ rund um den Thunersee und erlebten in einigen davon auch Iro-Schotten-Substanz, denn viele dieser Kirchen sind älter als 1000 Jahre, sind oft errichtet auf Keltischen Kultplätzen mit Kirchenfundamenten aus dem 7./8. Jahrhundert (Iro-Schotten-Zeit).

Ein ganzer Tag war dem «Gottesfreund vom Oberland», eine Inkarnation des «Meister Jesus» gewidmet. Mit relativ hoher Sicherheit (in aller Vorläufigkeit) können wir sagen, dass wir den Ort, wo er in den Bergen mit seiner kleinen Bruderschaft lebte, die Brüderenalp nähe Entlebuch, gefunden haben. Eine Entdeckung! Der Ort war vorher nicht bekannt. Hier war eine ergreifende Stimmung von brüderlicher, kristallklarer astraler Liebe zur Sinneswelt und den Mitmenschen erlebbar. Interessanterweise recht lokal beschränkt auf einen ca. 100 Meter Umkreis über Bauernhaus, Ställen und Kapelle (wie eine sehr hohe Käseglocke).

Dies nur als kleinen Bericht über das, was stattfand. Es gab ergreifende und tiefe Erlebnisse, beglückende und erschreckende. Insgesamt war zu spüren, dass diese Arbeit (es ist das dritte Mal in Folge zum Thema der Iro-Schotten) an Qualität, Intensität und der Menge an Früchten, die solch eine Treffen bringen kann, enorm gewachsen ist. Bis hin zu Karmaerkenntnis. Das Beschäftigen mit den großen Geistesströmungen (Meistern und Menschheitsführern) lässt, wie als Nebeneffekt das Karma des Einzelnen, seine geistige Herkunft «sehen». So erging es mir eines Abends, dass ich in einer Reihe von Teilnehmern die indianische Inkarnation schauen durfte, nicht spektakulär, aber so, als ob der «Indianer» wie durch das Gesicht durchschien. Nebst dem «normalen» Gesicht, leuchtete etwas mit auf.

Ich empfinde dies als Ergebnis des gemeinsamen Übens und auch opfervollen Forschens dieser wunderbaren Menschengruppe, die jetzt wieder zusammentraf (nebst wechselnden Teilnehmend sind doch viele dabei die drei Mal, oder zumindest zwei Mal dabei gewesen  sind oder in anderen Zusammenhängen – bei Anblick-Seminaren oder etwa mit Dirk Kruse – immer wieder dabei sind). DANKE!

Renatus

Bild von Johannes Marhenke: Eiger, Mönch und Jungfrau in den Wolken.

PS: Die Fortsetzung findet wieder am Wochenende nach Ostern statt. 2020 ist das: Mittwoch 15. bis Sonntag 20. April.

Wir werden uns  um die Iro-Schotten in Herzen Deutschlands „kümmern“, in Nord-Hessen. Vom Keltenfürst der Glauburg (nordöstlich von Frankfurt) über die ausgegrabene Iro-Schotten-Kirche (Wüstung Hause, nähe Lich), der Amöneburg, Brüder-Grimm Märchenwäldern bis Fritzlar (und Büraberg) bis nach Fulda. Diese Warhnehmungs-Exkursion wird auch Heilungsarbeit sein, denn hier wird es vor allem um eine Aufarbreitung der wenig beleuchteten Geschichte zwischen den Iro-Schotten und dem römischen Christentum (am Beispiel Bonifazius) gehen. Hierzu siehe auch: www.beetroot.family/info/celtic-christianity-and-boniface

 

 

 

 

 

Iris Hennigfeld – neu bei Anblick

Die erscheinende Welt wird im Erkennen nicht abgebildet und damit verdoppelt, sondern zu einer höheren Stufe ihres Daseins erweckt. Mit dieser Aussage stellt sich Iris Hennigfeld vor, die mit März 2019 neu zur Anblick-Initiative dazugestoßen ist. Lesen Sie hier.

Kurzfilm von Rüdiger Sünner über Irland

Iona und das Land des Columba sind eng mit Irland verwoben- mythologisch, geschichtlich, landschaftlich. In Zeiten, wo das Schiff noch hauptverkehrsmittel war, d.h. die Flüsse und Seestrassen die Gemeinschaften miteinander verbanden, war dieses, erst megalithische, dann keltische, dann iro-schottische Gebiet als zusammengehörig erlebt worden.  Der Filmemacher Rüdiger Sünner, der eine große Affinität zu diesen „spirituellen Landschaften“ verspürt, und sich auch dem Anblick Iona Impuls nahe fühlt, d.h. der auf seine Art mit unseren Iona-Tagungen verbunden ist, war diesen Sommer in Irland und hat eine kleine, eher private Film-Dokumentation darüber kreiert die ich hiermit gerne für interessierte weiterempfehle. Die Anblick Irland-Reise wird kommen. Der Film macht Lust, diese Pläne möglichst bald zu verwirklichen.