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Hans-Christian Zehnter


Was ist für mich sehenundschauen?

sehenundschauen ist ein Impuls, die heute etablierte dualistisch-materialistische Weltanschauung zugunsten einer monistisch-spirituellen Weltanschauung zu überwinden – in Theorie und Praxis. Dieser Paradigmenwechsel ergibt sich aus einer unvoreingenommenen Einsicht in die Konstitution der Wirklichkeit. Sie ist das Zusammenkommen einer sinnlichen mit einer geistigen Erfahrung in der Seele des Menschen:

Es drängt sich an den Menschensinn
Aus Weltentiefen rätselvoll
Des Stoffes reiche Fülle.
Es strömt in Seelengründe
Aus Weltenhöhen inhaltvoll
Des Geistes klärend Wort.
Sie treffen sich im Menscheninnern
Zu weisheitvoller Wirklichkeit.

                           Rudolf Steiner, 20. Oktober 1910

Damit wird Welterkenntnis auch Selbsterkenntnis. Die durch den Menschen entstehende Wirklichkeit ist eine neue Stufe in der Weltentwicklung. Das Erkennen der Welt wird zu einer Fortsetzung der Schöpfung und zu einem prozessualen (und nicht einmaligen) und kreativen Akt. Kunst und Wissenschaft finden zusammen in einer erkennenden Zuwendung zum Geistigen an der sinnlich erscheinenden Welt.